The Next Big Thing: Progressive Web Apps

progressive-web-apps

Viele Webseiten schrecken mit langen Ladezeiten ab, vor allem auf mobilen Endgeräten. Daher entwickeln Webseitenbetreiber nicht erst seit gestern ihre eigenen (nativen) Apps, um dem Nutzer eine bessere Usability zu ermöglichen. Progressive Web Applikationen sollen hier noch einen Schritt weiter gehen. Was die neuste Entwicklung aus dem Hause Google alles kann und warum man diese als Unternehmen unbedingt braucht, erklären wir in diesem Blog-Beitrag.

Native Apps

Zunächst einmal muss allerdings der Status Quo geklärt werden. Momentan benutzen wir auf unseren Smartphones native Apps, die den Inhalt einer Webseite, wie beispielsweise kicker, in kompakter, optimierter Form darstellen. Diese sind auch keineswegs schlecht, bieten sie doch schnelle Ladezeiten, responsive Design, Push-Notifications, oder einen Button auf dem Homescreen für den Schnellzugriff – um nur ein paar der bekannten Features zu nennen.

Allerdings ist Google nicht so ganz zufrieden mit der verbreiteten Nutzung von nativen Apps, da diese nicht von Google-Crawlern durchsucht werden können. Damit fällt das Kerngeschäft von Google, die Suchmaschine, für native Apps weg. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Content der nativen Apps nicht in der Suchmaschine angezeigt werden kann und Google potenzielle Einnahmen durch Ads verwehrt bleiben.

Google wäre aber nicht Google, wenn sie nicht aus der Not eine Tugend machen würden und eine Lösung für dieses Problem entwickeln, von der sie nicht nur selbst profitieren, sondern auch der User.

Progressive Web Apps: Der nächste Schritt

Progressive Web Apps merzen einige entscheidende Nachteile von nativen Apps aus:

  • hohe Cost-Per-App-Install
  • geringe Konversionsrate
  • hohe Entwicklungskosten

Hier zeigen progressive Web Apps ihre Stärken, da sie genau an der Schwachstelle ansetzen und diese Nachteile beseitigen. Sie können als eine Art Fusion von herkömmlichen Webseiten und nativen Apps angesehen werden.

Vorteile

Zu den Stärken der nativen Apps gesellen sich durch progressive Web Apps noch folgende Vorteile hinzu:

  • Pfeilschnelle Ladezeiten: die progressiven Web Apps werden sofort angezeigt und das auch, wenn man offline ist
  • Erhöhter Traffic, da die Inhalte auch in der Google Suchmaschine gefunden werden können
  • Push-Notifications dürfen natürlich auch nicht fehlen, um das Feeling für eine „richtige“ App zu bekommen
  • Stark verkürzte Entwicklungszeit, welche die Kosten senkt
  • Losgelöst vom Browser (Full-Screen ohne Browserleiste möglich)
  • Geringerer Verbrauch des Datenvolumens durch Caching der Inhalte
  • Durch das responsive Design wirken die Apps modern und flüssig
  • Auch eine Add-to-Homescreen Funktion ist eingebaut, ganz wie bei nativen Apps

Weitere Features

Natürlich bieten progressive Web Applikationen auch Features, die man so nicht bei nativen Apps vorfindet.

Services Workers

Die sogenannten Service Workers sind spezielle Java-Scripte, die es ermöglichen, dass auch im Hintergrund gearbeitet werden kann, ohne dass die Webseite geöffnet ist. Dadurch werden die Inhalte im Cache zwischengespeichert und sind somit auch abrufbar, wenn man gerade keinen Empfang hat.

Application Shell

Application Shell bedeutet, dass die Applikation sich den Fähigkeiten des Endgeräts anpasst. Das ermöglicht die Nutzung von progressiven Web Apps auf allen Empfängergeräten, je nachdem welche Features angeboten werden. Bei nativen Apps ist es bei älteren Geräten leider oftmals der Fall, dass diese schlichtweg gar nicht funktionieren.

 

[slideshare id=66200947&doc=progressive-web-apps-160920073752]

 


 

Fazit:

Das große E-Commerce Unternehmen Flipkart aus Indien und auch AirBerlin benutzen bereits progressive Web Apps. Gerade Flipkart attestiert eine dreifach höhere Verweildauer auf der Seite, sowie eine um 40% erhöhte Interaktionsrate.

Unser Tipp also: setzen Sie auch eine progressive Web App auf, da die Umsetzung nur geringe Ressourcen benötigt, dafür aber einen Mehrwert für Sie und Ihre Kunden verspricht.

Einziges Manko: Für Endgeräte, die Safari als Browser benutzen, besteht momentan noch keine Möglichkeit progressive Web Apps abrufen zu können.


airberlin App-Arena Conversion conversion rate flipkart google interaktionsrate progressive progressive web apps re-engagement rate web apps Web-Applikation

Justin Priem ist seit Juli 2016 bei der App-Arena als Werkstudent tätig. Er arbeitet in der Marketing-Abteilung an sämtlichen Kampagnen mit und berichtet in diesem Blog vor allem über die Produkte der App-Arena und über Best Practice Beispiele.