Update: Content Marketing – 5 Schritte zur perfekten Content Curation

Content Marketing

Content Marketing ist sicher eines der meistgenannten Begriffe online und Social Media-affiner Marketer und Berater. Doch welche Rolle spielt Content für unseren Online Auftritt und die Markenpräsenz wirklich? Wer sich im Bereich Marketing oder Online Vertreib auskennt, dem brauchen wir den Begriff „Content Marketing“ sicher nicht zu erklären. Wem es trotzdem einer Erklärung Bedarf, dem hilft der folgende Artikel bestimmt weiter.

Update: Content Curation

Was ist Content Marketing?

Content Marketing beschreibt eine Variante des Online Marketings, bei dem hochwertige Inhalte helfen sollen, Kunden zu gewinnen oder an das Unternehmen zu binden. Im Gegensatz zu klassischen Werbemaßnahmen sollen sich beim Content Marketing gezielt Mehrwerte für den Empfänger bieten. Der erschlossene Content (Beispielsweise Tutorials, Ratgeber, Tipps) werden in der Regel auf einer Unternehmenswebsite oder dem Blog veröffentlicht.

Klingt alles lukrativ und interessant für Sie? Für uns auch! Warum das Content Marketing nicht nur einen weiteren Internet-Hype beschreibt, sondern einen großen Mehrwert für Unternehmen darstellt, erläutere ich im Folgenden.

Internet-Trends: Google+ vs. Instagram

Was haben Google+, MySpace, E-Mail Marketing, StudiVZ und Altavista gemeinsam? – Sie sind allesamt Internet-Trends die entweder schon tot, auf dem „absteigenden Ast“ oder niemals richtig lebendig waren.

Gerne im Gegenzug der Vergleich:

Was haben SEO, Instagram und Content Marketing gemeinsam? – Ich denke, sie liegen richtig. Das sind allesamt Trends die im Grunde stetig wachsen und sich halten (Quelle: Suchtrends 2004-2014, Google Trends).

Doch Content Marketing kommt nicht aus dem Nichts: Offline sind Inhalte bereits seit Ewigkeiten ein Thema, Online haben Marketer seit mehr als zehn Jahren die Wichtigkeit und Priorität erkannt und sollten diese sinnvoll nutzen.

Content Marketing bedeutet Nutzen darstellen

Websites wie die von Hanuta stehen laut similarweb mit 6.000 Websitebesuchen pro Monat im Verhältnis zu Ihrer Markenpräsenz ziemlich schlecht dar. Auch große Unternehmen wie L’Oreal haben mit 20.000 Besuchen wenig von Ihrem Erfolg auf die Website umgelenkt.

Hanuta Screenshot

Screenshot: Hanuta

Im Vergleich: iConsultants hat trotz Start-Up Status im Durchschnitt 2.136 Websitebesucher im Monat, unser Online Marktplatz für Applikationen App-Arena.com 3.179.

Doch woran liegt das? – Dem Besucher fehlt der Nutzen. Das ist genau so einfach wie es platt klingt. Von einer Website, auf der ich mir mein Shampoo oder meine Lieblingssüßigkeit nochmals ansehen kann, habe ich nichts. Schlussfolgerung: Produkte, die ich mit einem Griff ins Supermarktregal ansehen kann, bieten keinen Online-Nutzen.

Wenn ich weitere Informationen über ein Auto oder einen Computer einholen möchte, deren Kauf ich erwäge, dann brauche ich diese Websites für Informationen, gegebenenfalls bestelle ich sogar gleich online. Die Zahlen sprechen für sich: Dell kann 420.000, Audi 1,4 Millionen Website-Besucher pro Monat verbuchen. Schlussfolgerung: Marken, deren Produkte vor dem Kauf online recherchiert werden, haben eine deutlich höhere Nachfrage.

Audi Screenshot

Screenshot: Audi

E-Commerce Marken bieten den höchsten Online Nutzen. So sind zum Beispiel alkoholfreie Getränke, Bier und Lebensmittel am wenigsten nachgefragt, während Fashion Retail, Telekommunikation und E-Commerce die Spitze bilden (Suchvolumen nach Markennamen für 120 Marken in Deutschland, Quelle: Google Keyword Planer Cream Colored Ponies).

Exkurs „Content Curation“

Was ist Content Curation?

Content Curation ist die Weiterverarbeitung und -vermittlung fremden Contents im Rahmen des Content Marketings. Für bestimmte Themen und Keywords werden verschiedene Quellen durchforstet und Inhalte mit Bezug zum eigenen Unternehmen/zu den eigenen Produkten zusammengestellt. Aber Vorsicht: Content Curation bedeutet nicht bloßes Kopieren. Das ist urheberrechtlich bedenklich und allgemein verpönt.

Welches Ziel verfolgen Marketer mit Content Curation eigentlich?

Mit Content Curation können sich Unternehmen als Experten für bestimmte Themen positionieren. Damit steigt das Ansehen beim Kunden und dieser erhält durch Filterung der Flut von online vorhandenen Informationen einen deutlichen Mehrwert. Die Gefahr, dass durch Empfehlung fremder Inhalte die Kunden auf Wettbewerber aufmerksam werden, besteht zwar immer. Jedoch zeigt ein Unternehmen mit Content Curation auch eine offene Haltung und vielseitige Marktkenntnis. Davon profitieren die Kunden allemal!

Was sollte man bei Content Curation bedenken?

Der wirklich sehr informative Beitrag „Content Curation – So schmückst du dich richtig mit fremden Federn“ enthält 5 Schritte zur perfekten Content-Auswertung:

  1. Definieren Sie ein Ziel und verfolgen Sie dies konsequent!
    -> z.B. Expertise, Reichweite, Leads
  2. Finden Sie die geeignete Content-Quelle!
    -> z.B. Fachmedien/-portale, Blogs, Social Media
  3.  Sammeln Sie die fremden Inhalte und bereiten Sie sie auf!
    -> Fahrplan für die Anwendung von Content Curation: Wann? Wie oft? Was?
  4. Teilen Sie den Content!
    -> z.B. Blogs, Microsites, Newsletter, Social Media
  5. Nicht nur verbreiten – auch analysieren!
    -> z.B. Follower, Likes, Pageviews

Fazit:

Content Curation ist eine echte Alternative zum reinen Posten und Schreiben von eigenem Content. Aber auch hier sollte ein gewisses Maß eingehalten werden. Reine Verwertung ohne eigene Ideen macht auch keinen guten Eindruck! Also immer auch einen eigenen Blickwinkel vermitteln, damit die Position des Unternehmens klar definiert wird.

Die Content Problemlösung

Die einzige Lösung für wenig gebrauchte Websites besteht hier darin, Content zu bieten. Im Klartext: Weg vom nicht nachgefragten Produktinhalt und hin zu Inhalten, welche Internet-Mechanismen wie Suche und Sharing bedienen.

Schreiben Sie einen Blog! Machen Sie sich Interessant! Liefern Sie Inhalte, nach denen Leute suchen! Welche Sie teilen! Über die gesprochen wird!

Quelle:

http://onlinemarketing.de/news/fremde-federn-so-funktioniert-content-curation



Dr. Hubertus Porschen ist CEO der App-Arena GmbH. Er ist zudem Bundesvorsitzender des Verbandes "Die jungen Unternehmer" und Keynote Speaker für Digitalisierung & Innovation.