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Digitale Transformation – „Lasset die Unternehmen aufleben!“

Digitale Transformation 0Mittlerweile ist bekannt, dass eine Digitale Transformation ein Must-Have ist die Frage bleibt: wie und wie schnell muss das Ganze durchgeführt werden? Als Fortsetzung des vorangegangenen Blogbeitrags “Industrie 4.0 – Ist die Digitale Transformation ein Must-Have?” zeigt dieser Bericht auf, wie genau eine Digitale Transformation durchgeführt werden kann und was beachtet werden muss.

„Ganzheitlich“ ist das Stichwort

Digitale Transformation kann nicht einfach in einem favorisierten Teil des Unternehmens angesetzt werden, um somit möglicherweise Aufwand oder Kosten zu sparen. Langfristig ist damit nichts erreicht. Der digitale Wandel muss sich auf allen großen Wertschöpfungsstufen abspielen, angefangen beim Marketing bis hin zum Personal – alles muss ganzheitlich integriert werden. Die folgenden vier Hebel sind die Grundzüge, die mit der Digitalisierung erreicht werden sollen:

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Strategie

Ohne eine konkrete Strategie gibt es keine Digitale Transformation – alle Aspekte der Transformation müssen darin integriert sein. Auch muss diese allen Unternehmensmitgliedern bekannt sein und kontinuierlich kontrolliert werden. Um eine solche Strategie zu entwickeln, muss eine klare Vision bzw. Definition des Themas „Digitale Transformation“ bestehen.

Was stellt sich das Unternehmen darunter vor? Was möchte es damit erreichen? Diese Fragen müssen individuell beantwortet werden und daraufhin eine Strategie entwickelt werden. Wobei hier auch klar sein muss, dass diese Strategie nicht zu einem finalen Ziel führt, da die Digitale Transformation nie beendet sein wird. Die digitalen Möglichkeiten werden sich weiterentwickeln und der Prozess sich damit immer weiter spinnen – die Strategie muss auch ausweitbar sein.

Marketing und Sales

Das Marketing ist für viele wahrscheinlich die Haupt-Wertschöpfungsstufe, die einem bei Digitaler Transformation in den Sinn kommt. Es ist definitiv ein wichtiges Glied der Wertschöpfungskette. Es lässt ein gewisses iBranding entstehen. Dem Unternehmen wird ermöglicht, seine Markenführung auszubauen bzw. weiter zu fixieren – und das jetzt auch online. Es ist bekannt, dass 81% der Customer Journey aktuell schon online stattfindet.

Gerade iBranding darf daher nicht unterschätzt werden. Generell kann die Verzahnung von Online-Offline-Marketing hinsichtlich des Omnichannel-Prinzips mit einer Digitalisierung des Marketings abgedeckt werden. So wird der Kunde über alle verfügbaren Kanäle (Social Media, Print, Mail, Website, Store etc.) erreicht und kann dadurch an die Marke und das Unternehmen langfristig gebunden werden.

Auch der Sales-Bereich – damit wird hier der E-Commerce angesprochen – muss klar digital transformiert werden. Online-Offline-Absatz ermöglicht die angemessene Reaktion auf das sich ändernde Konsumentenverhalten angemessen. Wie nun genau E-Commerce und Marketing für das einzelne Unternehmen optimal angelegt werden können, kann in der Strategie individuell ausgearbeitet werden.

Organisation und Personal

Die Organisation der Digitalisierung setzt vor allem auch intern an. Nur wenn zu einer ausgearbeiteten Strategie auch eine parallele Organisation besteht, wird operatives Handeln möglich. Jeder Schritt der Strategie muss einem Organisationspunkt zugeordnet werden.

  • Interne Prozesstransformation: Arbeitsmittel werden digitalisiert, um damit auch den Workflow des Unternehmens zu optimieren. Den Mitarbeitern soll es ermöglicht werden, durch sich digitale Geräte effektiver auszutauschen und schneller Ziele zu erreichen.
  • Management: Ein weitgefächertes digitales System ermöglicht hier einen Überblick über die aktuelle Lage des Unternehmens in Echtzeit. So können Entscheidungen schnell getroffen werden.
  • Personal: Das Personal wird in Sachen Digitalisierung an die Hand genommen und in das Thema eingearbeitet. Workshops für Systeme sind dabei essentiell, sodass auch digitale Fachkräfte im Unternehmen unerlässlich sind.

Ressourcen

Die Ressourcen stellen im Prozess der Digitalen Transformation die Basis des Ganzen dar. Damit ist bspw. eine unternehmensinterne IT-Plattform gemeint, über die man in der Lage ist, sämtliche Prozesse zu programmieren und damit zu verwalten. Diese muss stets dem aktuellen technologischen Stand entsprechen.

Schutz vor Cyber-Attacken

Zudem muss man sich sicherheitstechnisch bewusst sein, ob die Latte für Cyber-Attacken hoch genug gelegt ist. Das erreicht man wiederum durch ständiges Hinterfragen: Welche Bereiche und Abläufe müssen geschützt werden? Wo sind wunde Punkte? Welche Cyber-Angriffe sind denkbar? Und welche Investitionen lohnen sich vor diesem Hintergrund? Das Thema Cyber-Security nimmt natürlich zu, desto digital reifer ein Unternehmen ist. Je höher die Vernetzung, desto mehr Schnittstellen gibt es, an denen zum Angriff angesetzt werden kann. Hier ist das Vertrauen auf den Schutz essentiell. Denn ohne Verwendung der IT-Systeme können Daten nicht intelligent ausgewertet werden. Man befindet sich in einem Zwiespalt, der nur durch eine gewisse Balance geregelt werden kann. Man sollt sich weiterhin von den Chancen der Entwicklung beflügeln lassen, ohne die Risiken zu stark in den Mittelpunkt zu stellen.

Effekte auf Unternehmensrentabilität

Die Vorstandsebene erwartet starke digitale Effekte auf Unternehmensrentabilität und –profitabilität.

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Lasset die Unternehmen aufleben!

Es gibt viele Digitale Vorreiter, wie Amazon, P&G oder Uber, die zeigen, wie phänomenal Digitale Transformation ist und wie groß der Mehrwert ist, der daraus gezogen werden kann. Trotzdem ist klar, dass jedes Unternehmen sein eigenes Tempo beibehalten muss, um sukzessive digital transformieren zu können! Also lasset uns vor diesem Hintergrund die noch nicht digitalisierten Firmen transformieren, lasset sie aufleben, um das unendliche Potential, welches das Zeitalter der Digitalisierung bereitstellt, vollständig auszuschöpfen.

Weitere interessante Blogbeiträge zum Thema

https://www.app-arena.com/2015/09/industrie-4-0-ist-die-digitale-transformation-ein-must-have/

https://www.app-arena.com/2015/04/recap-digitale-transformation-haben-sie-mut-zur-kreativen-zerstoerung/

Quellen:

http://www.rolandberger.de/media/pdf/Roland_Berger_Die_digitale_Transformation_der_Industrie_20150315.pdf

http://dupress.com/articles/digital-transformation-strategy-digitally-mature/

http://www2.deloitte.com/content/dam/Deloitte/de/Documents/technology/15-MIT-DD-Strategy_small.pdf

https://www.capgemini.com/resource-file-access/resource/pdf/Digital_Transformation__A_Road-Map_for_Billion-Dollar_Organizations.pdf


Hubertus Porschen

Dr. Hubertus Porschen ist CEO der App-Arena GmbH. Er ist zudem Bundesvorsitzender des Verbandes "Die jungen Unternehmer" und Keynote Speaker für Digitalisierung & Innovation.