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Facebook Signal versus Google Trends

Facebook Signal versus Google Trends – ein Vergleich 0

Die Flut an Informationen im Internet ist gerade für Journalisten, die Online-Content produzieren, eine nicht leicht zu händelnde Schwierigkeit. Auch Recherche-Profis arbeiten mit Hilfsmitteln, um schnell und gezielt Themen zu finden und diese intensiv zu recherchieren. Google Trends mit Insights bietet hierfür schon ein hilfreiches Tool für weltweite Suchtrends. Signal geht hier noch einen Schritt weiter. Neben dem Echtzeit-Scan spezifischer Inhalte auf Facebook oder Instagram wird die Möglichkeit des Embeddings angeboten.

Signal nur für authentifizierte Journalisten

Signal zeigt virale Trends in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram. Die Zielgruppe des Dienstes ist die Presse. Signal ist daher nur für authentifizierte Journalisten zugänglich. Für die Aufstellung der relevanten Inhalte tracked Facebook sämtliche Posts und eroiert dazu verwandte Beiträge. Diese werden in chronologischer Reihenfolge angezeigt.

Tolles Feature – Anzeige der Trends in Echtzeit

Die Besonderheit: Die Anzeige der Suchergebnisse erfolgt in Echtzeit. Die aufgefundenen Inhalte sind damit brandneu – ein klarer Pluspunkt!

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Ähnliches gilt für Signal bei Instagram-Inhalten. Hier können spezifische Locations, Themen oder Hashtags getracked werden.

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Journalisten haben die Möglichkeit, neben dem Auffinden von interessanten Meldungen zu aktuell gehypten Themen die aufgefundenen Inhalte aus Facebook und Instagram in ihre Berichte einzubetten. Es ist ein Geben und Nehmen! Durch die bereitgestellten Informationen per Embedding erhält Facebook natürlich mehr Traffic. Per API-Schnittstelle lassen sich Meldungen sogar dauerhaft in Newsrooms einbinden.

Derzeit werden nur englisch-sprachige Inhalte gescreent, damit können auch nur US-Journalisten auf Signal zugreifen. Facebook testet so die Akzeptanz des Dienstes in der Presse – ähnlich wie bei Instant Articles.

Google Trends und Insights beleuchtet Suchaufkommen

Google Trends ist ein Online-Dienst des Unternehmens Google Inc., der Informationen darüber bereitstellt, welche Suchbegriffe von Nutzern der Suchmaschine Google wie oft eingegeben wurden. Die Ergebnisse werden in Relation zum gesamten Suchaufkommen seit 2004 gesetzt und wöchentlich veröffentlicht. Mit dem 2012 eingeführten Insights for Search wird das Suchaufkommen genauestens unter die Lupe genommen und analysiert.

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Erstellung von Prognosen mit Insights

Mit Google Insights lassen sich sogar sichere Prognosen über bestimmte Ereignisse oder Ereignisketten anhand bestimmter Vektoren aufstellen. Als größte Suchmaschine der Welt kann Google hier auf einen wahren Schatz an Informationen zugreifen und bestimmte Entwicklungen abbilden. Namhafte Institute haben mit den möglichen Prognosen schon Arbeitslosenzahlen oder Grippewellen prognostiziert.

Fazit

Beide Dienste haben natürlich ihre Vorteile, aber die bessere themenspezifische Darstellung dürfte Facebook Signal haben. Personensuchen könnten mit Signal – insbesondere wegen der Implementierung von Instagram – in Zukunft erfolgreich aktuelle Trends anzeigen. Facebook hat ja die Möglichkeit, über den Inhalt des Posts hinaus auch persönliche Daten des Publishers zu scannen. Das kann Google Trends/Insight nicht. Weitere Vorteile: Die Anzeige der spezifischen Posts in Echtzeit und natürlich das angebotene Embedding. Der Nachteil bei Signal: Es wird wohl nur für authentifizierte Journalisten zugänglich sein und nicht für die Allgemeinheit. Die muss sich nach wie vor mit Google Trends begnügen. Hoffen wir, dass sich Signal durchsetzt und sich ebenfalls einem breiteren Publikum öffnet.


s.dietrich