Der total andere Jahresrückblick auf mein Jahr bei iConsultants!

Bevor die Erwartungen durch die Decke gehen – so total anders wird dieser Jahresrückblick nicht. Aber das passt ja irgendwie zu 2014: Online-Seiten wie heftig.co verbuchen krasse Klickzahlen, vermelden nichts Neues, aber alle sprechen darüber. Gute Sache – das kann ich auch.

Ich schreibe diesen Artikel mittlerweile aus einer „inneren Verpflichtung“ heraus. Auch in den letzten Jahren habe ich jeweils einen Blick auf die vergangenen 365 Tage gewagt und lieb Gewonnenes soll man nicht aufgeben. Zudem freue ich mich auf das spannende Feedback, das mein Rückblick immer hervorruft – allein dafür lohnt es, in der Vorweihnachtszeit noch einmal besinnlich in die Tasten zu hauen. Vielen Dank schon mal dafür.

Was passiert bloß auf diesen Weihnachtsfeiern?

Beim Schreiben des Rückblicks denke ich komischerweise zuerst an den Teil des Jahres, der noch gar nicht stattgefunden hat (Anmerkung: Dieser Artikel wurde Anfang Dezember verfasst) – und zwar an die Weihnachtsfeier. Ganz spontan. Sebastian Buckpesch und ich stehen dieses Jahr vor der 5. Weihnachtsfeier unserer Unternehmensgeschichte. Das ist schon fast so wie das persönliche Älterwerden, eine parallele Zeitrechnung zum Geburtstag. Wir altern jetzt quasi an zwei Fronten, dabei will man doch – zumindest ich – gerne jung bleiben. Aber was soll’s. Die Vorfreude wächst unbeeindruckt, unaufhaltsam und kommt nicht von ungefähr: 2010 feierten wir in meiner Wohnung (4 Personen, unzählige Steaks, 1 Fass Bier), 2011 fielen wir ein Kölner Brauhaus ein (5 Personen, keine Steaks, dafür aber ein stimmungsvoller Abstecher in die Effzeh-Kneipe im Anschluss), 2012 machte uns Sebastian in seiner Wohnung den Knecht Ruprecht (10 Personen, lecker Speis und Trank und ganz exklusiv für Sebastian: 5 Löffel Mehl im Mund) und 2013 (hier geht´s zum Rückblick 2013) war dann unser schönes Büro in der Südstadt der Ort des Geschehens in Sachen Besinnlichkeit, Heiterkeit und Freude (13 Personen, WEIN! Tolle Dekoration). Ich frage mich, ob wir dieses Jahr etwas ‚seriöser‘ feiern werden? Ich hoffe nicht! Alle Feiern waren schön, lustig und in lockerer Atmosphäre. Es ist toll, dass einige Mitarbeiter nun schon seit vielen Jahren dabei sind (Valentin und Ferhat) oder vor dem 3. Jubiläum stehen (Tom). Genauso schön ist es aber auch, dass fünf Mitarbeiter dieses Jahr ihre erste Feier mit uns erleben. Mein persönlicher Anspruch und mein Ziel für unser Unternehmen ist es, dass jedes Jahr mehr Mitarbeiter eine konstante, parallele Zeitrechnung zum Geburtstag verbuchen können und mit einem Lächeln im Gesicht einen spaßigen Abend verbringen, der noch lange in Erinnerung bleibt. Wir freuen uns darauf.

 Advent, Advent ein Lichtlein brennt… Adventskalender

Wenn man bei uns ab dem 1. Dezember eine Umfrage zum meistgehörten und künftig am wenigsten gewollten Wort gemacht hätte, bin ich mir sicher, dass der ‚Adventskalender‘ konkurrenzlos und quasi aus dem Stand den 1. Platz geholt hätte. Traditionell bringt das Weihnachtsgeschäft eine hohe Nachfrage nach dem ‚Adventskalender‘, dem ‚Adventskranz‘ und dem ‚Adventsquiz‘ mit sich. Neben einer rundum erneuerten Technologie und einer topaktuellen WhatsApp-Integration konnten wir unseren Kunden dieses Jahr pünktlich zur Weihnachtszeit erstmals auch ‚Full-Service‘ bzw. ‚Enterprise‘ Pakete anbieten.

 „Die Gedanken sind frei“ und Halalati-Übernahme

Der Startschuss in die Weihnachts- und Glühweinzeit fiel bei uns am 5. Dezember beim gemeinsamen Schmücken des Tannenbaums. Der arme Baum erhielt jedoch nur kurz die ihm gebührende Aufmerksamkeit, denn die Lied- und Gesangskultur erfreut sich nicht nur in Trash-TV-Shows wachsender Beliebtheit, sondern erlebte auch in der Kleingedankstraße 12 eine Renaissance. Bislang verkannte Stimmtalente verzückten die Anwohner der Kölner Südstadt lautstark mit Klassikern wie ‚Stille Nacht‘ oder ‚Die Gedanken sind frei‘ – wahlweise auch im Operetten-Stil.

Vor dem Singen stand jedoch die Arbeit: Mitte November brachten wir unser ergänzendes Flatrate-Preismodell auf den Markt. Ausschlaggebend für die Etablierung des neuen Modells war der Wunsch unserer Kunden nach mehr Service und Unterstützung bei der Durchführung von Social Media Kampagnen.

Durch die Übernahme des Geschäfts von Halalati (München) erschlossen sich uns zudem neue Kundengruppen.

 Drei Frauen auf einen Schlag! Kann das gutgehen? Theater im September!

Anfang September durften wir drei neue Kolleginnen bei uns im Unternehmen begrüßen: Katja Ped und Sarah Ulcyfer unterstützen seitdem unseren Vertrieb in den Segmenten Banken und Handel. Flankiert und entlastet bzw. manchmal auch geführt werden die beiden von der wohl verantwortungsvollsten und zuverlässigsten ‚Praktikantin‘, die wir je bei iConsultants hatten: Nina Brill! Durch die Teilnahme an der diesjährigen DMEXCO wurden „die Neuen“ direkt ins „kalte Wasser“ geworfen.

Um die Frage also zu beantworten: Ja. Das kann gutgehen. Zusammen mit Dinah Schramm und Alexandra Jaeger sitzt in unserem Eingangsbereich nun ganz harmonisch die geballte Frauenpower!

Das oben angesprochene Theater hatten wir uns selbst eingebrockt: Und zwar im positiven Sinne. Weil wir uns räumlich vergrößern wollten, hielten wir im Sommer 2014 nach passenden Möglichkeiten Ausschau und stießen in unmittelbarer Nachbarschaft auf das zweitälteste  Privattheater Kölns, das Theater der Keller. Nach inspirierenden Gesprächen mit dem Intendanten und teilweise sehr laut geführten Verhandlungen war der Deal perfekt: Wir konnten als Unternehmen zwei Büros für unsere Zwecke umgestalten. Kleben, streichen, schwitzen – Michael Prothmann, der Leiter des ebenfalls seit Sommer offiziell integrierten Beratungsbereichs (www.iconsultants.eu), beeindruckte in diesem Zusammenhang mit ungeahnten Qualitäten und steckte mit seinem überwältigenden Engagement alle ‚Juniors‘ locker in die Tasche.

Auch die Kultur kommt in diesem umfassenden Rückblick nicht zu kurz: Ich möchte an dieser Stelle jedem Leser a) einen Besuch dieses tollen Theaters und b) einen Besuch des Stücks ‚Tschick‘ ans Herz legen.

App-Arena vs. iConsultants

Eine wichtige Neuerung des vergangenen Jahres im Bereich Kommunikation: Wir haben die Marke App-Arena stärker in den Vordergrund gestellt, da unter iConsultants nun hauptsächlich unsere Berater rund um Michael Prothmann fungieren.

Fußball WM

Wir sind Weltmeister! Jogis Elf bestimmte unser Tagesgeschäft schon lange, bevor der Ball in Brasilien überhaupt rollte. Denn DAS Sporthighlight des Jahres prägte unseren geschäftlichen Jahresbeginn im Januar: Mit einem Tippspiel, einem Torwandschießen sowie unserem Gruppengewinnspiel war App-Arena komplett auf Fußball getrimmt und verbreitete hochwirksam das WM-Fieber. Von unseren tollen WM-Erfahrungen werden wir auch bei der EM 2016 profitieren – also das Jahr, in dem wir dann auch Europameister werden.

Coming Soon: Rückblick 2015

Nach dem Rückblick ist vor dem Rückblick: Worauf möchte ich 2015 zurückschauen? Ich hoffe, mit einer fröhlichen, motivierten und vergrößerten ‚Mannschaft‘ eine weitere tolle Weihnachtsfeier verbracht zu haben. Ich hoffe auf viele verkaufte Apps, auf interessante Projekte, auf kreative Ideen und Kampagnen und vor allem auf die Bereitschaft aller, sich weiterzuentwickeln.

Ich hoffe, dass alle Einsteiger so motiviert sind wie bereits erwähnte Nina Brill (das ist schon viel Lob, ich weiß), auf schöne Arbeitstage aber auch viele gemeinsame Abende mit Menschen, die einen selbst und auch das Unternehmen weiter bereichern. Ich hoffe auf mehr Theater im Sinne von ungewöhnlichen Kooperationen, auf stetige Inspiration und die Motivation, sich selbst in den Hintern zu treten!

„Von nix kütt nix“

…sagt der Kölner und hat damit- wie sonst auch immer- vollkommen Recht. Das gilt aber auch für die (so viel Kritik nehme ich mir heraus) Generation Y. Allein die Bezeichnung bringt mich schon auf die Palme! Alles haben, aber wenig dafür tun wollen. Sich selbst wichtig nehmen, aber andere nicht respektieren. Zu denken, man sei etwas Besonderes und besser als andere… Für alle jene kommt folgendes möglicherweise überraschend: Man bekommt nichts geschenkt. Man muss sich alles selbst erarbeiten und immer wieder selbst bestätigen – jedes Jahr, jeden Tag. Je früher diese Erkenntnis durchbricht, desto besser.

Jeden Tag ein Stückchen besser werden

Was mache ich wirklich, um mich selbst und damit das Unternehmen weiter nach vorne zu bringen? Was mache ich, um andere Menschen weiter nach vorne zu bringen? Was tue ich selbst für die Gesellschaft, um meiner Verantwortung gerecht zu werden? Das sollten die Fragen für den Neujahrsstart sein. In diesem Sinne. Bis 2015!



Dr. Hubertus Porschen ist CEO der App-Arena GmbH. Er ist zudem Bundesvorsitzender des Verbandes "Die jungen Unternehmer" und Keynote Speaker für Digitalisierung & Innovation.