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Social Media-Arbeit ohne Stress – das Redaktionssystem some.io im Test

Wer mehrere Social Media-Kanäle im Team betreut, kennt die Probleme die sich in der täglichen Planung und Erstellung von Beiträgen ergeben. Da werden zum Beispiel Beiträge doppelt erstellt oder vergessen und Verantwortlichkeiten nicht ordentlich abgesprochen. Um dem Chaos in der täglichen Social Media-Arbeit zu entgehen und den Überblick zu behalten, eignen sich spezielle Planungstools. Eins dieser Tools, das Redaktionssystem some.io der Berliner Software-Schmiede endil GmbH, haben wir getestet.

Redaktionssysteme: Lohnt sich die Anschaffung?

Für Social Media-Manager eigentlich eine Binsenweisheit: Nur mit einer guten Planung von Themen und Beiträgen entsteht effizienter, lückenloser und interessanter Social Media-Content. Ein übersichtlicher Redaktionsplan ist deshalb ein Must-have jeder Social Media-Redaktion. In der letzten Woche haben wir darüber berichtet, was es bei der Erstellung eines Redaktionsplans zu beachten gibt. Eine einfache Excel-Tabelle reicht oft schon aus, um den Überblick zu behalten. Anders sieht es allerdings aus, wenn man mehrere Social Media-Kanäle in einem größeren Team zu betreuen hat. Da kann eine einfache Excel-Tabelle schon einmal ausufern. Hier bieten sich alternativ redaktionelle Planungstools an, mit denen man übersichtlich und zukunftsgerichtet die Beiträge mehrerer Kanäle im Team planen kann.

Das Redaktionssystem von some.io: Viele Kanäle – eine Übersicht

Some.io steht für Social Media Input/Output. Seit April dieses Jahres ist das Redaktionssystem für Unternehmen sowie Agenturen jeder Größe nutzbar. Laut ihrer Facebook-Seite soll das Planungstool „(…) den Kreativprozess der Erstellung vereinfachen und möglichst viele Team-Mitglieder dazu animieren, ihre Inhalte und Ideen einzubringen.“ Im Redaktionssystem lassen sich Beiträge für Facebook und Twitter planen. In Zukunft ist auch eine Einbindung von Google+ geplant. Auf dem Dashboard findet man eine Übersicht über alle Kanäle und Beiträge. Diese können nach „Kanal“, „Datum“ oder „Status“ sortiert werden, so dass man nie den Überblick verliert. Hat man mal keine kreativen Ideen für Themen, hilft einem ein Vorschlags-Kalender weiter. Auch eigene Kalender und RSS-Feeds lassen sich hier integrieren.

Beitragserstellung: intuitiv und effizient

Beiträge lassen sich ganz einfach erstellen. Die Einbindung von Links und Bildern verläuft unproblematisch. Einziges Manko: Bislang sind noch keine Facebook-Mentions möglich. Laut Angabe von some.io wird an einer Einbindung bereits gearbeitet. Ein praktischer Vorteil in der Beitragsbearbeitung: Ältere Beiträge lassen sich als Vorlagen für neue Beiträge auf anderen Kanälen nutzen. Eine gleichzeitige Veröffentlichung auf mehreren Kanälen ist jedoch nicht möglich. Dies scheint auf den ersten Blick zwar unpraktisch, bietet jedoch auch den Vorteil, dass so nicht automatisch doppelter Content auf mehreren Kanälen erscheint.

Rollenverteilung: Teamarbeit wird groß geschrieben

some.io ist speziell für die Arbeit in Teams konzipiert. Den Redakteuren können dabei unterschiedliche Rollen zugewiesen werden. Manche System-Nutzer können beispielsweise nur Vorschläge für Beiträge machen, einige können Beiträge bloß editieren und Andere wiederum Beiträge veröffentlichen. Praktisch in diesem Zusammenhang: Das eingebaute Vier-Augen-Prinzip. Hierbei wird ein Beitrag erst veröffentlicht, wenn ein zweiter Redakteur ihn gegengecheckt hat. Das Vier-Augen-Prinzip kann für jeden Kanal individuell aktiviert werden. Auch die Erfolgskontrolle ermöglicht das Tool. Hier können sowohl die Kanal- als auch Beitragsstatistiken miteinander verglichen werden – innerhalb und zwischen den einzelnen Kanälen.

Fazit: Besonders nützlich für größere Redaktionen

Redaktionsplanungs-Tools sind nicht für jeden brauchbar. Für Social Media-Manager, die nur ein oder zwei Kanäle betreuen müssen, reicht auch eine einfache Excel-Tabelle, um den Überblick zu behalten. Bei komplexeren Social Media-Strukturen mit mehreren Kanälen und einem größeren Team können Planungs-Tools jedoch nützlich sein, um den Überblick zu behalten, unterschiedliche Rollen zu verteilen und auf lange Sicht zu planen. Das Tool some.io bietet in der Basisversion die Möglichkeit, bis zu fünf Kanäle einzubinden, beliebig viele Beiträge zu verfassen und beliebig viele Nutzer hinzuzufügen. Hier kann man das Tool 14 Tage lang kostenfrei und unverbindlich testen.


Hubertus Porschen

Dr. Hubertus Porschen ist CEO der App-Arena GmbH. Er ist zudem Bundesvorsitzender des Verbandes "Die jungen Unternehmer" und Keynote Speaker für Digitalisierung & Innovation.