Nächster Facebook-Deal in Milliardenhöhe

Facebook kauft Oculus VR

Mark Zuckerberg kauft das Startup-Unternehmen Oculus VR für 2,3 Milliarden US-Dollar (1,7 Milliarden Euro) auf. Das im kalifornischen Irvine ansässige Unternehmen, das Virtual-Reality-Brillen entwickelt, wurde für 400 Millionen in bar, 1,6 Milliarden in Facebook-Aktien sowie zusätzlichen 300 Millionen Dollar in bar bei Erreichen bestimmter Erfolgs-Konditionen aufgekauft. Der Oculus VR-Gründer Palmer Luckey startete 2012 mit seiner Idee, virtuelle Brillen herzustellen und startete ein Crowdfinancing-Projekt. Die 2,5 Milliarden US-Dollar, die durch dieses Projekt zusammen kamen, haben ihn bei der Umsetzung seiner Idee deutlich voran gebracht.
Der Facebook-Deal beschleunigt Luckeys Pläne deutlich, wie dieser in seinem Reddit Post erklärt:  “Das bedeutet ein besseres Oculus Rift, mit weniger Kompromissen und früher als wir es erwartet haben.“ Auch Mark Zuckerberg äußerte sich auf Facebook zu dem neuen Deal: “Ihre Technologie eröffnet neue Möglichkeiten und den Weg zu völlig neue Erfahrungen. […] Oculus hat große Pläne, welche sich auch zukünftig nicht ändern, aber hoffentlich beschleunigt werden.“.

Zukunftsmusik

Oculus

Mark Zuckerberg erhofft sich eine vielseitige Nutzung der Oculus Rift. Ein klarer Schwerpunkt wird die Virtual Reality-Spielebranche sein. Aber auch das virtuelle Erleben von weit entfernten Veranstaltungen oder ein gemeinsames virtuelles Abenteuer mit Freunden wären möglich. Ebenso wäre eine Einbindung der Oculus Rift im virtuellen Schulunterricht oder in der medizinischen Richtung durchaus denkbar. Die erste Entwicklerversion „DK1“ ist inzwischen nicht mehr erhältlich. Eine verbesserte zweite Version namens „DK2“ soll im Juli 2014 auf den Markt gebracht  werden. Die DK2-Version hat nun einen OLED-Schirm mit 1920 × 1080 Bildpunkten sowie einen verbesserten Headtracker. Dieser erkennt nicht nur Kopfdrehungen und -neigungen, sondern auch die Position im Raum.

Gegenwind

Oculus auge

Der Minecraft-Schöpfer Markus »Notch« Persson hat auf Twitter bereits erklärt, dass eine Umsetzung des Spiels mit Oculus Rift nicht mehr in Frage kommt. Facebook ist ihm unheimlich. Aber auch viele Spieler gehen im Netz auf Oculus und seinen Gründer los. Sie unterstellen ihm, seine Ideale aufgegeben zu haben, weil er sich von Facebook hat kaufen lassen. Viele Anwender haben Angst, dass der zu erwartende Eingriff in die Privatsphäre zu groß sei und befürchten, dass man unter Umständen Oculus in Zukunft nur noch in Verbindung mit Facebook optimal nutzen kann.

Fazit

Es bleibt abzuwarten, wohin die Reise von Mark Zuckerberg und seinen Ideen noch gehen mag. Die Mitbewerber wie beispielsweise Sony ziehen mit dem Projekt „Morpheus“ nach und auch andere Unternehmen, wie Apple oder Google, haben bereits bewiesen, dass die Kombination von Hard- und Software der Schlüssel sein kann, um den Kunden zu überzeugen, bei einer Marke zu bleiben.



Dr. Hubertus Porschen ist CEO der App-Arena GmbH. Er ist zudem Bundesvorsitzender des Verbandes "Die jungen Unternehmer" und Keynote Speaker für Digitalisierung & Innovation.