Tennisspieler auf Facebook

Andy Murray hat im Wimbledon Finale eine ganze Nation glücklich gemacht. Dank Lisicki ist Tennis in Deutschland auch wieder salonfähig.

Tennisspieler auf Facebook

Doch wie schlagen sich die Tennis Stars im Social Web? Nachdem wir in der Vergangenheit bereits über die Fußball Bundesligisten auf Facebook berichteten, werfen wir heute einen Blick auf die Top 10 der Tennis-Stars auf Facebook und Twitter. Wer ist die Nummer 1 der Fans/Follower und wer gar nicht präsent? Nutzen die Spieler alle Möglichkeiten des Social Webs? Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fans und Follower sowie die genutzten technischen Möglichkeiten!

Hier zeigen sich teilweise gravierende Unterschiede.

NameFacebook FansTwitter FollowerApps
Novak Djokovic3,115,7702,095,780Viele
Andy Murray1,487,7801,924,190Wenige und Standard
David Ferrer80,017482,284Keine
Rafael Nadal11,763,4784,678,677Einige
Roger Federer13,081,096510,850Einige
Tomas Berdych38,27125,614Keine
Juan Martin del Potro584,4891,499,415Keine
Jo-Wilfried Tsonga462,118301,777Keine
Richard Gasquet35,60121,654Keine
Stanislas Wawrinka54,218107,686Keine
Tommy Haas50,86868,375Nein

Novak Djokovic auf Facebook

Novak Djokovic präsentiert sich nicht nur auf dem Platz erstklassig sondern auch in den sozialen Medien. Zwar liegt er mit etwas mehr als 3 Millionen Fans nur auf dem dritten Rang was die Facebook Fans angeht -(hinter den beiden Platzhirschen Federer und Nadal)- dafür punktet er mit > 2 Millionen Followern auf Twitter.

Besonders auffällig ist die Facebook App „Nole for You“. Fans können Ihrem Nole Fragen stellen und diese bestimmten Kategorien zuordnen, wie „Tennis“, „Private“ oder „Off Court“.

Die Fans können allerdings nicht nur Fragen stellen, sondern auch für die Fragen anderer Fans voten. Die mit den meisten Antworten werden dann von Djokovic in kurzen Videos beantwortet.

Leider funktionieren nicht alle viralen Funktionen wie der Friend-Selector. Nichtsdestotrotz ist die App ein tolles Beispiel, wie man mit seinen Fans geschickt interagieren kann.

Die mit Abstand am geringsten frequentierte Seite ist die von Thomas Berdych, der gerade einmal 38.315 Fans hat. Wesentlich schlechter platziert ist lediglich Richard Gasquet, der überhaupt keine offizielle Seite unterhält.

Roger Federer auf Facebook

roger-federer-titelbild-facebook

Interessant präsentiert sich auch Roger Federer auf Facebook. Nicht wegen seinen 13 Millionen Fans oder der fehlenden Apps sondern aufgrund seiner Selbstdarstellung.

Im Mittelpunkt seiner Selbstdarstellung steht sein humanitäres Engagement, wie das oben zu sehende Titelbild illustriert.

Roger Federer scheint zudem auch im Social Media Bereich eng mit seinen Sponsoren zusammen zu arbeiten: Nike, Gilette, Mercedes repräsentieren nur einen Bruchteil der Unternehmen, die Roger Federer auf seiner Facebook-Seite promotet.

Roger Federer wird somit seinem Ruf als perfekter Geschäftsmann mehr als gerecht. Oft als Zufall getarnt, versteht Roger Federer es wie kein Zweiter Produkte an sich selbst zu präsentieren.

Post auf Roger Federer Fanpage
Post von Roger Federer

Hier auf dem Bild gut zu erkennen, die Uhr seines Sponsors Rolex.

Fazit Tennisspieler auf Facebook:

Technisch gesehen kommt an der Nummer 1 der Welt, an Djokovic im Moment niemand vorbei. Marketing und Content basiert ist Roger Federer auf Facebook der dominante Leader. Kein anderer Sportler schafft es auch nur ansatzweise, sich selbst als Produkt so stark zu vermarkten.

Facebook ist daher das Medium in dem bekannte Sportler persönlich mit Ihren Fans interagieren, bewusst Details aus Ihrem Privatleben kommunizieren können und auch Ihre Sponsoren und Partner präsentieren. Der wohl größte Vorteil ist allerdings, dass über soziale Netzwerke eine bewusste Imagepflege stattfindet.


Tennisspieler auf Facebook

Dr. Hubertus Porschen ist CEO der App-Arena GmbH. Er ist zudem Bundesvorsitzender des Verbandes "Die jungen Unternehmer" und Keynote Speaker für Digitalisierung & Innovation.