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Neue Features für eine einfachere Festlegung von Privatsphäre und persönlicher Sicherheitsrichtlinien

Drei zentrale Fragenkomplexe werden Facebooknutzer bald schneller und direkter für sich beantworten und passende Definitionen vornehmen können: Wer kann meine Inhalte sehen? Wer kann mich kontaktieren? Wie kann ich bestimmte Netzwerkteilnehmer ganz leicht daran hindern, mich zu belästigen?

Privacy Shortcuts

Mitte Dezember wurden interessante Details über die kommenden „Privacy Shortcuts“ von Facebook bekannt. Die auf der rechten Seite der blauen Hauptmenüleiste positionierten Einstellungsoptionen werden bald für jedes Profil verfügbar sein und unmittelbar dazu einladen, individuelle Maßnahmen zur Optimierung der eigenen Öffentlichkeitsverhältnisse in die Wege zu leiten. Mittels des entsprechenden Dropdown-Menüs bietet Facebook seinen Nutzern somit dann durchgängig an, buchstäblich maßgebende Entscheidungen zu treffen und diese mit wenig Aufwand umzusetzen. Das Menü wird allen Facebookusern in den kommenden Wochen Schritt für Schritt zur Verfügung gestellt.

Besonders spannend werden die Folgen für und gegen das Fließen von bestimmten geteilten Inhalten und Informationen (wie Spotify Playlists) sein. Und vor allem der dritte Menüpunkt verspricht sehr interessante Langzeitentwicklungen mit sich zu bringen. Es stellt sich u.a. die Frage, in welchem Umfang Beiträge, die vorher noch in weitläufigeren Verbreitungssphären zirkulierten, über den „schnellen Klick“ entschärft oder sie und ihre Autoren blockiert werden.

Neben diesen Optionen wird es weitere Ergänzungen geben. Beispielsweise werden die Folgen vom Verbergen oder Löschen von Beiträgen und Markierungen auf der Timeline transparenter. Man sieht dann, an welchen Orten ein gerade gelöschter oder verborgener Beitrag weiterhin in Erscheinung positioniert ist.

Bei der Konzeption und Entwicklung von Anwendungen wird in Zukunft zu berücksichtigen sein, dass der Nutzer bald über mehrere Steps dem Auslesen von Profildaten und darauffolgende Veröffentlichungen, die in seinem Namen getätigt werden, zustimmen muss. Bisher war hierfür lediglich ein Step erforderlich. Wie sensibel Entwickler tendenziell damit umgehen und hier in Zukunft kommunizieren, bleibt abzuwarten und aufmerksam zu beobachten.

Letztendlich wird es auch bei der Aktivitätsanzeige in Kürze entscheidende Erneuerungen geben. Sie wird vor allem vereinfacht dargestellt sein. Beispielsweise nachdem man erfahren hat, dass der eigenen Timeline etwas hinzugefügt wurde, wird man außerdem die Möglichkeit haben, solche Inhalte auch über die Aktivitätsanzeige zu löschen oder die Sichtbarkeit für bestimmte Personengruppen festzulegen.


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Hubertus Porschen

Dr. Hubertus Porschen ist CEO der App-Arena GmbH. Er ist zudem Bundesvorsitzender des Verbandes "Die jungen Unternehmer" und Keynote Speaker für Digitalisierung & Innovation.