Pinterest – der Neueinsteiger des Social Web

Pinterest ist eine virtuelle Pinnwand, an die seine Nutzer ihre Lieblingsbilder und -videos mit anderen teilen können. Die Namensgebung ist eine Wortneuschöpfung aus den englischen Begriffen Pin und Interest, welche auch auf den Sinn der Webseite schließen lässt. Obwohl das Angebot von Pinterest nur auf Englisch verfügbar ist, wächst die im März 2010 gestartete Webseite rasend schnell. Für Traffic auf der Webseite sorgen zum größten Teil Frauen zwischen 18 und 34, was auch die Themendominanz von Beauty und Haushalt zeigt.
Pinterest ist mit Social-Bookmark-Seiten wie Delicious, StumbleUpon und natürlich auch Facebook ausgestattet, was einen enormen Mehrwert bietet, denn mindestens ein Facebook-Freund entdeckt gerade Pinterst und postet seine Aktivitäten mit seinen Freunden auf Facebook. Pinterest bietet Webseitenbetreibern, ähnlich wie den „gefällt mir“-Button von Facebook, einen Pinterest-Knopf an, mit dem sich Kunden schnell und einfach mit Pinterest verbinden lassen. Zudem können Nutzer auch gleich einen „Pin It“ – Button in ihr eigenes Lesezeichen hinzufügen um interessante Inhalte direkt auf der Pinnwand zu posten.

Fakten auf einen Blick:

  • 58% der Nutzer sind Frauen (Experian Hitwise)
  • Unter den Top 10 der sozialen Netzwerke in den USA
  • Gehört zu den 50 Webseiten des Jahres (Time Magazin)
  • Weltweit auf Rang 124 der meistbesuchten Homepages (Alexa)
  • Im Dezember hatte Printerest mehr als 11 Millionen Besucher aus den USA und verzeichnete somit ein Plus von 40% (Comscore)
  • Über Printerest sind mehr Nutzer Käufer bei einem Onlineshop geworden, als über Google Plus, Linkedin und Youtube zusammen (Mashable)

Wie funktioniert Pinterest?

Pinterest bietet die Möglichkeit Bilder und Videos mit nur einem Klick zu einem bestimmten Album, wie zum Bespiel Essen, Beauty, Autos oder auch Hochzeit zu zuordnen. Diese Alben nennen sich Boards und sie lassen sich entweder für private Sammlungen, wie zum Beispiel für Hochzeitsanregungen nutzen oder öffentlich sichtbar machen, damit auch andere Mitglieder diesen Boards folgen können. Gefällt anderen Mitgliedern das gepostete Bild, kann dieses ähnlich wie bei Facebook via eines „Like“-Buttons gelikt, kommentiert oder auch an ihre eigene Pinnwand mit einem „repin“-Button geheftet werden. Durch die Verknüpfung mit Facebook, lassen sich auch dort Beiträge und dessen Bilder von Freunden liken. Nutzer haben bei Pinterest nicht nur die Möglichkeit seine eigenen Boards zu füllen, sondern auch anderen interessanten Boards oder auch allen Posts einer Person zu folgen.

Erfahren Sie hier Schritt für Schritt wie Sie Pinterest beitreten und nutzen können:

  1. In die Warteliste eintragen oder von einem Pinterest-Nutzer eingeladen werdenFacebook Verknüpfung bei Pinterest
  2. Bei Freundeseinladung sofort per Facebook oder Twitter-Login beitreten (vorsichtshalber aber lieber noch einen Blick in die Privatsphäre-Einstellungen werfen, um wahlweise Twitter- oder Facebook-Vernetzung zu kappen oder das Profil vor Suchmaschinen verstecken)
  3. „Pin it!“ Button in das Lesezeichen des Browsers ziehen (siehe Video)
  4. Eigene Boards mit wenigen Klicks erstellen und mit Inhalt aus dem Internet, anderen Pinboard-Usern und eigenen Computerdateien füllen (Einstellen, ob privat sammeln oder öffentlich präsentieren)
  5. Witzige und sehenswerte Fotos können Sie über die „Repin“-Funktion ganz leicht auf die eigene Pinnwand kopieren
  6. Wenn ein Pin gefällt einfach auf den „Like“-Button drücken und der Pin erscheint auf einer eigenen Like Seite
  7. Anderen Usern oder nur einem bestimmten Board eines anderen Users folgen

Video für “How to pin it?” (als Beispiel bei der Google Chrome Version)

[tentblogger-youtube gRwy0mOAJ7U]

Board eines Pinterest-Mitgliedes

Urheberrecht bei Pinterest

Das Prinzip von Pinterest basiert darauf, dass Nutzer Inhalte von Webseiten mit anderen Nutzern austauschen. Den meisten Webseiten und Onlineshops kommt dies auch sehr gelegen, da fast immer ein Link auf die Quelle angegeben ist und das Anpinnen mehr Traffic für ihre Seite bedeutet. Nach dem deutschen Recht ist dieses Verhalten der Nutzer allerdings illegal, solange der Fotograf des jeweiligen Bildes nicht ausdrücklich zugestimmt hat. Das heißt, sobald ein Mitglied bei Pinterest oder einem anderen sozialen Netzwerk mit seinem echten Namen fremde Bilder öffentlich zugänglich macht, begeht er eine Urheberrechtsverletzung und macht sich dadurch strafbar.

Fazit

Pinterest besetzt zurzeit eine Nische, dessen Dienstleistung vielmals auch einfach nur als Lesezeichen – Dienst genutzt wird, um verschiedenste Inspirationen zu unterschiedlichen Themen aus dem Internet zu sammeln. Zudem bietet Pinterest einen enormen Mehrwert, da ein Mitglied mit nur einem Klick zu dem jeweiligen Onlineshop gelangt.

Hierzu noch zweit treffende Zitate von Pinterest selbst:

  • „Unser Ziel ist es, alle auf der Welt durch die Dinge zu vernetzen, die sie interessant finden“
  • „Wir glauben, dass ein Lieblingsbuch, -spielzeug oder -rezept eine Verbindung zwischen zwei Menschen enthüllen kann.“

Quellen

http://pinterest.com/about/help/

http://www.chip.de/news/Pinterest-Das-Foto-Facebook-mit-Suchtpotenzial_54523207.html

http://www.stern.de/digital/online/onlinenetzwerk-pinterest-tapete-aus-traeumen-1785869.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,813571,00.html

http://www.focus.de/digital/internet/der-hype-um-pinterest-der-facebook-killer-fuer-schoengeister-boomt_aid_709957.html


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Dr. Hubertus Porschen ist CEO der App-Arena GmbH. Er ist zudem Bundesvorsitzender des Verbandes "Die jungen Unternehmer" und Keynote Speaker für Digitalisierung & Innovation.