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Die 5 führenden Energiekonzerne auf Facebook

Die zweitägige Konferenz „Social Media für die Energiewirtschaft“ in Leipzig war Anstoß für einen weiterführenden Gedanken meinerseits. Wie präsentieren sich die Energiemagnaten überhaupt auf Facebook, der größten Social Media Plattform mit 800 Millionen Usern?

 

Hierzu habe ich  die 5 größten Energiekonzerne (nach Umsatzzahlen) mal genauer unter die Lupe genommen.

 

E.ON auf Facebook

 

Auf der Poleposition mit einem Umsatz von 92,8 Milliarden Euro und rund 85.000 Mitarbeitern (2011) steht E.ON. Aber hat schon mal jemand versucht E.ON auf Facebook zu finden?

 

Bei der Suche kann ein User schnell verzweifeln. E.ON ist zwar mehrfach aufzufinden, allerdings wurde auf eine Fanpage, auf der ein User nützliche Informationen finden könnte verzichtet. An Stelle dessen wird man auf eine Seite geführt, die E.ON nicht gerade gut aussehen lässt. Gerade mal 161 Usern gefällt die Seite und nur 4 User sprechen darüber.

 

Facebook Seite von E.ON

 

Facebook Seite E.ON
Facebook Seite E.ON

 

GDF Suez auf Facebook

 

GDF Suez ist E.ON mit einem Jahresumsatz von 83,5 Milliarden und einer Mitarbeiterzahl von 236.000 (2011) stark auf den Fersen. Und beim Thema Facebook Marketing ist GDF Suez ebenfalls ganz vorne mit dabei.

 

Auf ihrer Fanpage hat GDF Suez schon 8.219 Fans und die Zahl steigt stetig weiter. Der Wert von 0,36 %, welcher angibt wie viele User prozentual an der gesamten Userzahl gemessen darüber sprechen ist allerdings noch ausbaubar.

 

Fanpage der GDF Suez

 

Facebook Fanpage GDF Suez
Facebook Fanpage GDF Suez

 

Enel auf Facebook

 

An dritter Stelle hat sich Enel mit 71,1 Milliarden Euro Umsatz und 78.000 Mitarbeitern (2011) positionieren können. Der größte italienische Energieversorger ist weltweit nicht nur mit dem produzieren und verkaufen von Strom und Gas erfolgreich, sondern auch mit ihrem Facebook Marketing.

 

Sie haben über 23.000 Fans und 134 User, die darüber sprechen, was einen Wert von 0,6% ergibt. Die attraktive Gestaltung und das regelmäßige posten ihrer Neuigkeiten scheint das Geheimrezept für ihren Erfolg auf Facebook zu sein.

Fanpage von Enel

Facebook Fanpage Enel
Facebook Fanpage Enel

 

EDF auf Facebook

 

EDF , der Energieversorger, der sich 2011 mit einem Jahresumsatz von 64,4 Milliarden Euro und einer Mitarbeiterzahl von 158.760 auf Platz 4 der Energieversorger weltweit positionieren konnte, hat ebenfalls schon viele Fans auf Facebook gewinnen können.

 

Aktuelle Zahlen ergeben, dass EDF auf ihrer Fanpage 3187 Fans hat und insgesamt 119 User darüber sprechen. Diese Werte ergeben einen Prozentsatz von 3,77 %. Somit ist EDF Spitzenreiter, was die Konversation auf der Unternehmensfanpage angeht.

 

Fanpage der EDF

 

Facebook Fanpage EDF
Facebook Fanpage EDF

 

RWE auf Facebook

 

Unser deutscher Energieversorger RWE ist mit rund 50 Milliarden Euro Umsatz und 70.850 Mitarbeitern auf Platz 5 der Weltrangliste gelandet.

 

Aber das der Wert der User die prozentual über RWE sprechen bei 24,05% liegt hängt nicht damit zusammen, dass RWE äußerst viele Anhänger hat, die Interesse zeigen. Die aktuellen Zahlen liegen bei 19 Usern die darüber sprechen und gerade mal bei 79 Fans.

 

RWE gibt sich keine große Mühe mit ihrer Fanpage. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen haben sie zwar Eine errichtet, aber bisher wurde noch nichts gepostet. Eine professionelle Facebook Marketing Beratung ist hier dringend von Nöten!

 

Fanpage der RWE

 

Facebook Fanpage RWE
Facebook Fanpage RWE

 

Schlechte Bilanz für die Energiekonzerne

 

Meine persönliche Erkenntnis aus diesen aussagekräftigen Fakten ist, dass die meisten Energiemagnaten sich noch nicht darüber im Klaren sind, wie lang die Greifarme von Facebook schon reichen. Es wird erwartet, dass Facebook noch dieses Jahr die 1 Milliarde Marke erreicht. Dies würde bedeuten, dass Facebook die Chance bietet jeden 7ten Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen.

 

Enel hat durch intensives Facebook Marketing schon rund 23.000 Fans gewinnen können und gewinnt anhand dessen jeden Tag Neue hinzu. Der Rest der Energiekonzerne wird auf der Strecke bleiben, wenn sie nicht langsam ihre Fanpage mit wichtigen Informationen, aktuellen News und individuellen Applikationen bestücken. Und den Konzernen, die sich bisher noch nichtmals die Mühe gemacht haben eine Fanpage zu kreieren, rate ich dringend über das bestehende PR-Konzept nachzudenken.

 

Nimmt man zum Vergleich Fastfood-Ketten auf Facebook, dann stellt man fest, dass man in der Profiliga gelandet ist. In diesem Geschäft reichen schon keine Standardeinstellungen mehr, sondern macht Kunden mit Tools für Store Locator und vielen anderen glücklich. Also Energiekonzerne: Fangt an mit der Zeit zu gehen, ansonsten werdet ihr bitterlich in der Zeit stehen bleiben!



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Hubertus Porschen

Dr. Hubertus Porschen ist CEO der App-Arena GmbH. Er ist zudem Bundesvorsitzender des Verbandes "Die jungen Unternehmer" und Keynote Speaker für Digitalisierung & Innovation.